Akupunkturbehandlungen


Indikationen und Schwerpunkte

Das Spektrum der Indikationen für die Behandlung mit Akupunktur ist sehr vielfältig. Es reicht von akuten Erkrankungen wie Erkältung und plötzlichem Schmerz bis zu chronischen und inneren Krankheiten. Außerdem spielt die Prävention eine zentrale Rolle. Regelmäßige Akupunktur-Behandlungen in größeren Abständen z.B. um das Immunsystem zu stärken in Verbindung mit einer typgerechten Lebensweise unterstützen die Gesundheit, gerade auch in Zeiten starker Anspannung. Bei schweren Erkrankungen (z.B. Krebs, chronisch entzündliche und degenerative Erkrankungen) kann die Akupunktur eine sinnvolle unterstützende Begleittherapie sein, um Beschwerden zu lindern, das Immunsystem wieder hochzufahren, Nebenwirkungen der medikamentösen Behandlung zu reduzieren und Heilungsprozesse zur Rekonvaleszenz nach operativen Eingriffen zu unterstützen. Akute infektiöse oder lebensbedrohliche Krankheiten müssen auf jeden Fall auch schulmedizinisch behandelt werden! Ich berate Sie gern bei Fragen über Behandlungsmöglichkeiten in Ihrem individuellen Fall. 

 

Innere Krankheiten

Metabolisches Syndrom

(Übergewicht, erhöhte Blutfettwerte, Bluthochdruck, Insulinresistenz; Vorstufe der Diabetes)

Hypertonie (Bluthochdruck)

Diabetes mellitus (krankhafte Erhöhung des Blutzuckers)

Fettstoffwechselstörungen

Schilddrüsenstörungen

Störungen des Immunssystems

 

Gicht

Magen- und Darmerkrankungen

Hyperazidität (Übersäuerung) des Magens

Obstipation (Verstopfung)

Lebensmittelunverträglichkeiten (Lactose, Fructose, Gluten etc.

Diarrhö (Durchfall)

 

Akute und chronische Gastritis (Entzündung der Magenschleimhaut)

Allergien/Hauterkrankungen

Heuschnupfen

Asthma

Akne

Ekzeme (z.B. Neurodermitis)

 

Psoriasis (Schuppenflechte)

Neurologische Krankheiten

Schwindel

Tinnitus (Ohrgeräusche, Ohrensausen, «Lärm der Seele»)

Ischialgien (Schmerzen der Lendenwirbelsäule, z.B. Hexenschuss)

Periphere Neuropathien (Nervenleiden)

Trigeminusneuralgie (Schmerzattacken im Gesicht)

Behandlungen nach Schlaganfall

 

Kopfschmerz/Migräne

Orthopädische Krankheiten

Chronische Rückenschmerzen

Bandscheibenvorfall

 Arthritis und Arthrose

 Rheumatische Erkrankungen

 Epikondylitis («Tennisellenbogen»)

 Schulter-Arm-Syndrom

 

 Nackenschmerz, Nackensteife

Gynäkologie/Urologie

Menstruationsstörungen

Blasenentzündung

Fruchtbarkeitsstörungen, Infertilität, unerfüllter Kinderwunsch

Schwangerschaft und Geburt

 

Wechseljahresbeschwerden

Psychische Beeinträchtigungen

Depression

Angsterkrankungen

Suchterkrankungen

Burnout

Stresserkrankungen

Schlafstörungen

 

und zur Raucherentwöhnung

Konstitutionelle Behandlungen

Das Herzstück der chinesischen Medizin ist die Vorstellung, dass alles in der Natur von Yin/Yang und den Fünf Elementen beherrscht wird. Im Ling Shu heisst es: Nichts auf Erden oder im Universum existiert unabhängig von den Fünf Elementen, und der Mensch bildet keine Ausnahme. Die Fünf Elemente Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser – auch Wandlungsphasen genannt - verkörpern die Grundeigenschaften sämtlicher Materie im Universum.

 

Alle Fünf Elemente besitzen ein unterschiedliches Qi. Jahreszeiten, klimatische Faktoren und menschliche Gefühle stellen Variationen der Fünf Elemente dar. Abgeleitet aus der Beobachtung der Natur dienen sie zur Beschreibung der Wechselwirkungen zwischen Mensch und Umwelt ebenso wie zwischen den einzelnen Organen innerhalb des menschlichen Organismus. Ist dieser gesunde Fluss in den Beziehungen zwischen den Elementen im Ungleichgewicht zeigt es sich in der Persönlichkeit als auch in der Symptomatik des Betroffenen. Innere Faktoren wie Emotionen, Ernährung und äußere Faktoren wie das Klima und unsere Lebensweise spielen hierbei eine große Rolle. Die Heilung liegt in der Verbindung mit der Bestimmung, dem eigenen Ursprung, dem Dao.

 

In der Anamnese bzw. Befragung wird zunächst nach dem "ersten Qi-Ungleichgewicht“ gesucht, das die Ursache für alle weiteren Symptome darstellt. Dies ist dasjenige der fünf Elemente, welches das empfindlichste in der jeweiligen Person ist. Es ist zunächst das Geschenk, mit dem jeder einzelne auf die Welt gekommen ist, seine ganz eigenen Fähigkeiten. Es ist unser Potential, das sich entfalten möchte, da wir der Welt etwas ganz bestimmtes zu geben haben. Dieses konstitutionelle Element ist zum Teil angeboren, zum Teil im Laufe früher Erfahrungen erworben.

 

Die Akupunkturpunkte sind dieselben wie in der TCM (Traditionellen chinesischen Medizin), jedoch ist das Ziel ein anderes. In der TCM geht es darum, das Symptom so zu heilen, dass es nicht wiederkehrt. In der konstitutionellen Akupunktur geht es darum, den ganzen Menschen so zu erreichen, dass er größere Zufriedenheit im Leben erfährt und seinen eigenen Weg wieder gehen kann. Eine Behandlung ist dann erfolgreich, wenn sich die Patientin insgesamt besser in sich selbst fühlt, und zusätzlich die Symptome gehen. 

 

 

"Sobald das Herz fähig ist, alles zu akzeptieren, was sich ihm darbietet und sich spontan daran anzupassen vermag, wird Erfahrung zu Weisheit, einer Weisheit die die Kunst beherrscht, das Leben zu nähren." (E. Rochat de la Vallee)